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Monokultur München
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Veranstaltungsreihe Monokultur München. 12. Oktober – 5. Dezember 2016

Monokultur München — Autopsie einer Stadt
Veranstaltungsreihe zu Stadtklima und Kulturpolitik in München
Favorit Bar, 12. Oktober – 5. Dezember 2016

München, irgendetwas stimmt mit dir nicht. München, du bist homogen bis zum Ersticken. Du magst der perfekte Standort für ein Hightech-Unternehmen sein, aber nicht für Leute mit einem anderen Lebensentwurf. Was bedeutet es, in dieser Stadt Künstler zu sein oder Angehöriger einer Subkultur? Welche Auswirkungen hat der Ruf Münchens als Stadt des Geldes und der Schmerzbefreiten auf Menschen mit anderen Produktionsweisen? Weshalb verlassen solche Leute nach wie vor in Scharen die Stadt? Was macht eine Umgebung mit uns, in der alles Roughe und Unfertige fehlt? Gräbt sich eine „Smart City“, die gesellschaftliche Brüche und Gegenmodelle am liebsten als Start Up formuliert haben will, nicht selbst das Wasser ab?

In Monokultur München geht es um das Recht, in dieser Stadt anders zu leben als als Angestellter einer Werbeagentur. Es geht um Freiräume und konkrete Ermutigungen zum Anderssein.
Es geht um das scheinbar unausweichliche Diktat des Ökonomischen, um ein technokratisches City-Marketing und eine um den Bedeutungsverlust fürchtende Kulturverwaltung, die eine vitale Theaterszene abgewickelt hat. Es geht um den Wert von Kunst als Indikator für unser aller Freiheit und um ihre transformative Kraft. Darum, was Künstler als Produzenten immateriellen Wohlstands einer Gesellschaft zu geben haben. Und darum, was wir alle tun können, wenn wir nicht auch über kurz oder lang die Koffer packen wollen. Ein Aufruf zum Diskurs und zur Aktion. Nothing about us without us!

Weitere Informationen

 

Monokultur München
Vorträge, Performances und Diskussionen über Münchner Befindlichkeiten, städtische Förderpolitik, den Kahlschlag beim Freien Theater, die Arbeitsbedingungen von Künstlern, den Mangel an Subkultur und Diversität, das Aussterben kultureller und anarchischer Biotope, die Bedeutung von Kunst für unsere Gesellschaft und die Lebenswirklichkeit in einer Stadt, die es einem nicht leicht macht.

Mi, 26. Oktober 2016 um 20:30 Uhr in der Favorit Bar (Damenstiftstraße 12) – freier Eintritt
Milchmädchenrechnung. Kultur- und Förderpolitik am Beispiel des Freien Theaters
Diskussion mit den Theatermacher*innen Holger Dreissig, Christiane Mudra, Micha Purucker, Alexeij Sagerer, Axel Tangerding sowie der Journalistin Christiane Pfau. Moderation Matthias Hirth

Mo., 7.11. 2016
Kulturförderung? Money für alle und die Regierung stürzen vielleicht
Vortrag von Stephan Janitzky

Mo., 14.11.2016
Kunst als Überflussökonomie 
Vortrag von Michael Hirsch + Lesung von Matthias Hirth

Mi., 16.11.2016
Geld frisst Kunst – Kunst frisst Geld
Bild- und Tonvortrag von Markus Metz und Georg Seeßlen

Verantwortlich: Matthias Hirth, Peter Pfaff, Holger Dreissig, Lennart Laule
mit BELP, Holger Dreissig, Michael Hirsch, Matthias Hirth, Christiane Mudra, Stephan Janitzky, Lennart Laule, Peter Arun Pfaff; außerdem Tuncay Acar, Muriel Aichberger, Eckhard Höffner, Franz Liebl, Markus Metz, Christiane Pfau, Fabian Pfefferkorn, Micha Purucker, Alexeij Sagerer, Georg Seeßlen, Daniela Stöppel, Axel Tangerding u.a.