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Grafik: Jara López Ballonga

Uraufführung „Off the record“ von Christiane Mudra. München, November 2016

Off the record – die Mauer des Schweigens
Live von den Machern des NSU und Christiane Mudra

„Off the record – die Mauer des Schweigens“ ist ein auf investigativer Recherche basierender Politthriller, der sich der Geheimschutzpraxis im NSU-Kontext widmet.

Die Regisseurin Christiane Mudra beschäftigt sich zum fünften Jahrestag des Auffliegens der Terrorzelle NSU mit dem Widerspruch zwischen dem Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin und der Geheimhaltung von Verfassungsschutzakten zu mehreren Dutzend V-Personen im Umfeld des Trios.

In „Off the record“ stehen nicht mehr die Taten des NSU oder die Mordopfer im Blickpunkt. Der Abend will vielmehr an konkreten Beispielen den „kompletten Systemausfall“ der Sicherheitsbehörden analysieren und systemimmanente Sicherheitslücken herausarbeiten. Außerdem untersucht das Stück Medienstrategien und die öffentliche Darstellung von Skandalen und greift auch tagesaktuelle Ereignisse wie die Strafanzeigen gegen Bundesanwaltschaft und Sicherheitsbehörden sowie die  mutmaßliche Mittäterschaft des Trios an Kindsmissbrauch und -mord auf.

„Off the record – die Mauer des Schweigens“ ist der zweite Teil einer Trilogie von Christiane Mudra über rechtsterroristische Kontinuitäten in der Bundesrepublik. Das Stück knüpft direkt an ihren Western Wir waren nie weg – die Blaupause (2015) an und seziert Sprache und Bild in Form eines thrillerartigen Live-Hörspiels mit Stummfilmelementen.

Seit Mitte 2013 besucht Regisseurin Christiane Mudra regelmäßig den NSU-Prozess sowie diverse Untersuchungsausschüsse. Sie recherchiert zu Hintergründen und Nährboden von Rechtsterrorismus in Europa, lektorierte das 2015 erschienene Sachbuch „Staatsaffäre NSU“ von Prof. Hajo Funke und berichtet aus dem Untersuchungsausschuss im Bundestag.

Konzept, Recherche, Text und Regie: Christiane Mudra
Schauspiel: Olaf Becker, Sebastian Gerasch, Vanessa Jeker, Stefan Lehnen, Murali Perumal
Ausstattung: Julia Kopa
Sounddesign: Peer Quednau
Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Öffentlichkeitsarbeit: Knoll PR
Regieassistenz: Pascale Ruppel
Grafik: Jara López Ballonga

„Off the record – die Mauer des Schweigens “ findet mit freundlicher Unterstützung durch eine Projektförderung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und HochX statt.

Credits

 

„Off the record – die Mauer des Schweigens“ von Christiane Mudra

  • Pressevorstellung (nicht-öffentlich): Mittwoch, 2. November 2016, 20:00 Uhr
  • Uraufführung: Donnerstag, 3. November 2016, 20:00 Uhr
    Weitere Vorstellungen: 4./ 5./ 6. und 10./ 11./ 12./ 13. November 2016. Vorstellungsbeginn: 20:00 Uhr, am 5.11 (ausverkauft; Restkarten nach Verfügbarkeit an der Abendkasse) um 19:00 Uhr!
  • Podiumsdiskussion „NSU, Geheimschutz und Rechtsstaat“: 5. November um 21 Uhr, im Anschluss an die Vorstellung.
    Es diskutieren: Dorothea Marx (Vorsitzende des Thüringer NSU-Untersuchungsausschusses), Stephan Kramer (Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen – angefragt) und Yavuz Narin (Nebenklagevertreter im NSU-Prozess). Moderation: Christiane Mudra. Der Eintritt ist frei.

Theater Hoch X. Entenbachstr. 37, 81541 München. www.theater-hochx.de
Eintrittspreise: € 18.-, erm. € 10.-. VVK / Reservierung (ab 1.10.): München Ticket, HochX